Meine Blackmagic URSA mini Kamera zeigt ein komisches Störmuster.

Vielleicht ist das Euch auch schon aufgefallen: Die URSA mini 4,6K und URSA mini Pro können in dunklen Situationen ein auffälliges, seltsames Störmuster anzeigen (fixed pattern noise). Es ist vor allem dann sichtbar, wenn der Inhalt nicht 1:1 dargestellt wird, wie in der verkleinerten Darstellung im Videoschnitt oder in einem Smartview Duo Monitor.

Man kann dieses Störmuster zwar mehr oder weniger effektiv in der Post-Produktion herausfiltern, aber was ist mit Liveproduktionen? Auch ist ein De-Noising auch immer zeitaufwändig und man verliert halt doch Bilddetails.

Seid Software Version 4.5 (ungefähr) steht darum bei der URSA mini/Pro eine sogenannte Sensor Kalibration zur Verfügung. Dies ist eine Funktion, welche bei dunklem Sensor (Verschlusskappe aufsetzen) das Rauschen „analysiert“ und sozusagen ein Differenzbild mit dem Rauschen dem Ausgabebild abzieht. Ähnlich wie das bei fast allen Spiegelreflexkameras bei Langzeitbelichtungen zur Verfügung steht. Somit steht einem rauscharmen Bild ohne dieses Störende Muster nichts mehr im Wege, ob bei der Liveproduktion oder auch bei einer Aufnahme.

Fixed Pattern noise mit und ohne Sensor Kalibration

Hier der Vergleich, links mit Sensor Kalibration, rechts zuvor. Eindeutig, oder?

Hinweise

Bei Software-Updates scheint die Sensor Kalibration wieder verloren zu gehen. Das heisst, nach jedem Update muss die Funktion wieder erneut durchgeführt werden. Ebenfalls sollte die Kamera vor der Kalibration bereits einige Minuten gelaufen sein, damit diese auf Betriebstemparatur ist, weil sich das Rauschen des Sonsors sonnst noch verändern könnte. Auch kann es ratsam sein, die Kalibration bei einer grossen Änderung des Drehortes – sagen wir mal von 0 auf 4000 Metern über Meer – erneut durchzuführen und auch sonnst von Zeit zu Zeit wieder erneut zu machen.

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