Die neue Kamera URSA Broadcast von Blackmagic Design hat es wieder einmal geschafft, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Endlich eine Kamera, welche gemacht ist für Live-Produktionen. Doch es gibt ja auch noch die URSA Pro, welche doch noch fast 2000.– Franken teurer ist. Welche der beiden Kameras soll denn nun gekauft werden?

Grundsätzlich kann man die Unterschiede der Kameras ganz schnell zusammenfassen:

Blackmagic URSA Broadcast: -Kleinerer Sensor als die PRO, maximale Auflösung: UHD mit 12 Blendenstufen -Hülle der URSA Pro mit ND-Filter etc (eigentlich kein Unterschied, aber doch erwähnenswert) -Wird mit B4 Adapter ausgeliefert -Menu Struktur sehr ähnlich, nur kleine Unterschiede wie Gain statt ISO -Neuer Modus (EIngebautes LUT) welcher sich „Extendet Broadcast“ nennt -Ist günstiger Blackmagic URSA mini Pro -Grosser 4.7k Sensor, Auflösung 4,7K mit 15 Blendenstufen -Es kann mit Crop-Modus gearbeitet werden -wird in EF ausgeliefert und B4 Adapter kann nachgekauft werden -Es kann auch mit B4 Linsen gearbeitet werden, allerdings muss dafür der Crop-Modus aktiviert werden -Mit 2x Extender-Linsen kann auch UHD produziert werden

Der Sensor

Wen es Wunder nimmt, wie die Qualität des Sensors der Blackmagic URSA Broadcast ist: Ich vermute es ist ziemlich der gleiche wie in der Blackmagic micro Studio Kamera. Die Sensorgrösse und Dynamik stimmen gemäss Datenblatt genau überrein und der Bildeindruck ist der gleiche. Ist es verschmerzbar, nur 12 Stufen Dynamik zu haben statt 15? Nun, ich habe einige Test gemacht und bin zu folgendem Schluss gekommen: Wer eine URSA Pro hat, kann diese in den Video Modus stellen und das ist ungefähr die Dynamik, welche man dann noch hat bei der URSA Broadcast. Sie noch ganz leicht mehr Dynamik, aber der Unterschied ist schon so gross, dass man wirklich überlegen muss, ob man nicht die URSA Pro kaufen möchte, wenn man eh nicht UHD produziert.

 Sensor URSA Broadcast Sensor URSA Pro

Der B4 Adapter

Entgegen den Aussagen von Blackmagic kann man den neuen UHD B4 Adapter auch an der URSA Pro montieren. Er vergrössert das Bild leicht mehr als derjenige für die URSA Pro (ist ein Extender eigentlich) Leider bringt einem das nicht viel, da er trotzdem zu wenig verkleinert um eine URSA Pro im UHD Modus mit einer Linse ohne 2X Extender zu nutzen. Ich denke derjenige von der URSA Pro hat den Faktor 1,2, der von der Brodcast 1,5 und wenn man eine Linse nimmt mit 2X extender hat man natürlich Fakor 2, was reicht um den ganzen Sensor mit Bild abzudecken. Sonnst hat man den Tunnelblick.   Die Frage, ob nun die Broadcast gekauft werden soll, ist eigentlich zusammengefasst nur von 4 Fragen abhängig: -Soll in UHD live produziert werden (ist überhaupt ein 12G Workflow vorhanden?) -Kann man die schlechtere Bildquaität (vor allem Dynamik) im Vergleich zur Pro verschmerzen? -Wird selten produziert und sozusagen nur live gearbeitet? -Möchte man noch etwas Geld sparen? Wer die URSA Pro oder URSA Broadcast einmal ausprobieren möchte, wir haben die Geräte an Lager für die Miete oder auch den Kauf. Und wer zuerst Mieten und erst dann kaufen möchte, da schreiben wir die Miete dem Kauf gut.

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